Das Wichtigste in Kürze
- Haare wachsen ein, wenn sie nach dem Kürzen zurück in die Haut wachsen oder unter der Haut bleiben.
- Besonders betroffen: Bikinizone, Hals, Beine, Achseln und lockiges, kräftiges Haar.
- Der Laser reduziert Zahl und Dicke der Haare und damit meist auch eingewachsene Haare.
- Bis dahin: in Wuchsrichtung rasieren, scharfe Klinge, nicht zupfen.
- Eitrige, schmerzhafte oder wiederkehrende Knoten gehören ärztlich behandelt.
Inhaltsverzeichnis 5 Abschnitte
Kurzantwort
Ja, die Laser-Haarentfernung hilft vielen Menschen gegen eingewachsene Haare. Sie reduziert die Zahl der Haare und macht nachwachsende Haare oft dünner, sodass weniger Haare zurück in die Haut wachsen. Bis zum Ergebnis helfen Rasur in Wuchsrichtung, scharfe Klingen und Verzicht aufs Zupfen. Entzündete, eitrige Stellen werden vor dem Lasern ärztlich behandelt.
Kleine rote Pünktchen, juckende Knötchen, manchmal ein dunkler Punkt unter der Haut: Eingewachsene Haare sind einer der häufigsten Gründe, warum Menschen über die Laser-Haarentfernung nachdenken. Besonders oft betroffen sind die Bikinizone, der Hals bei Männern, die Beine und die Achseln.
Warum Haare einwachsen
Ein Haar wächst ein, wenn es nach dem Kürzen nicht gerade aus der Haut herauswächst, sondern seitlich zurück in die Haut eindringt oder unter einer Hautschicht stecken bleibt. Der Körper reagiert darauf wie auf einen Fremdkörper: Es entsteht eine kleine Entzündung.
- Lockiges, kräftiges Haar krümmt sich leichter zurück in die Haut.
- Sehr glatte Rasur gegen den Strich schneidet das Haar unter Hautniveau ab.
- Zupfen und Waxing können den Haarkanal verändern, sodass das neue Haar falsch wächst.
- Enge Kleidung und Reibung, etwa in der Leiste, drücken Haare zurück in die Haut.
- Abgestorbene Hautschüppchen verschließen die Haaröffnung.
Wie der Laser hilft
Der Laser schädigt die Haarwurzeln, die sich in der Wachstumsphase befinden. Nach mehreren Sitzungen wachsen deutlich weniger Haare nach, und die verbleibenden sind oft feiner. Wo weniger und dünnere Haare wachsen, gibt es weniger Haare, die einwachsen können, und Sie müssen seltener rasieren.
| Zone | Typisches Problem | Mehr dazu |
|---|---|---|
| Bikinizone und Leiste | Reibung, lockiges Haar, Rasur | Bikinizone lasern |
| Hals und Bartlinie | Rasierpickel bei Männern | Bart und Hals lasern |
| Beine | Epilieren, enge Hosen | Beine lasern |
| Achseln | häufige Rasur, Deo | Achseln lasern |
Am besten funktioniert das bei dunklen Haaren. Helle, rote oder graue Haare sprechen kaum an (mehr dazu).
Bis zum Ergebnis: richtig rasieren
Die American Academy of Dermatology empfiehlt bei Rasierpickeln, die Haut vor der Rasur zu erweichen und schonend zu rasieren. Für die Zeit zwischen den Lasersitzungen ist das ohnehin die richtige Technik, denn Zupfen und Waxing sind während der Behandlungsserie tabu.
- Haut vorbereiten: am Ende der Dusche rasieren oder einige Minuten eine warme Kompresse auflegen.
- Scharfe Klinge: Klingen regelmäßig wechseln, stumpfe Klingen reißen und reizen.
- In Wuchsrichtung: nicht gegen den Strich und nicht mehrfach über dieselbe Stelle.
- Nicht spannen: Die Haut beim Rasieren nicht stark straffen, sonst wird das Haar zu kurz geschnitten.
- Danach beruhigen: kühles Wasser, milde Pflege ohne Alkohol.
Ein sanftes Peeling ein- bis zweimal pro Woche hält die Haaröffnungen frei. Rund um die Lasertermine pausieren Sie Peelings und Säuren aber einige Tage, wie in der Nachsorge beschrieben.
Wann eingewachsene Haare ärztlich behandelt werden sollten
Bitte ärztlich abklären: große, schmerzhafte oder eitrige Knoten, Rötung, die sich ausbreitet, Fieber, wiederkehrende Abszesse in Leiste oder Achsel oder Narben und dunkle Flecken, die nicht verschwinden. Hinter wiederkehrenden Knoten in Achsel und Leiste kann auch eine andere Hauterkrankung stecken.
Auf entzündeter Haut wird nicht gelasert. Ist die Entzündung abgeheilt, spricht in der Regel nichts gegen den Beginn der Behandlung.
Gut zu wissen: Kleine rote Knötchen direkt nach der Sitzung sind kein eingewachsenes Haar, sondern eine normale Reaktion der Follikel. Sie klingen meist in 1–2 Tagen ab. Juckreiz danach ist ebenfalls häufig (was hilft).
Weiterlesen: Rasieren oder Laser? · Waxing oder Laser? · Wie viele Sitzungen?
Häufige Fragen
Hilft Lasern gegen eingewachsene Haare?
In vielen Fällen ja. Der Laser reduziert die Zahl der Haare und macht nachwachsende Haare oft dünner. Damit gibt es weniger Haare, die einwachsen können. Viele merken schon nach wenigen Sitzungen eine Besserung.
Darf man über eingewachsene Haare lasern?
Über einzelne, reizlose eingewachsene Haare ja. Entzündete, eitrige oder offene Stellen werden ausgespart, bis sie abgeheilt sind.
Soll ich eingewachsene Haare herausholen?
Besser nicht mit Pinzette oder Nadel herumdrücken. Das kann Entzündungen und Narben verursachen. Ein Haar, das sichtbar an der Oberfläche liegt, kann vorsichtig mit sauberer Pinzette angehoben, aber nicht ausgerissen werden.
Warum habe ich nach dem Lasern mehr Pickel?
Kurz nach der Sitzung bilden sich oft kleine rote Knötchen um die behandelten Haare. Das ist eine normale Reaktion und klingt in 1–2 Tagen ab. Wenn sich echte Eiterpickel bilden, sprechen Sie Ihren Anbieter an.
Was hilft sofort gegen eingewachsene Haare?
Warme Kompressen, sanftes Peeling ein- bis zweimal pro Woche und eine Rasurpause. Bei starker Entzündung kann eine ärztlich verordnete Creme nötig sein.
