Das Wichtigste in Kürze
- Ideal ist ein Start im Herbst: Die meisten Sitzungen fallen dann in die sonnenarmen Monate.
- Eine Serie dauert an Körperzonen meist 9–12 Monate (6–8 Sitzungen im Abstand von 6–8 Wochen).
- Wer im Oktober beginnt, hat bis Mai an Beinen oder Achseln oft 4–5 Sitzungen geschafft.
- Im Sommer ist Lasern an bedeckten Zonen möglich, aber nur ohne Bräune und mit LSF 50.
- Der späteste sinnvolle Start für eine deutliche Reduktion zur Badesaison liegt etwa im Januar.
Inhaltsverzeichnis 7 Abschnitte
Kurzantwort
Die beste Zeit für den Start ist der Herbst, etwa Oktober oder November. Dann fallen die meisten Sitzungen in Monate mit wenig Sonne, und bis zum Frühsommer sind an Körperzonen meist schon 4–5 Behandlungen geschafft. Lasern im Sommer geht auch, allerdings nur an ungebräunter Haut und mit konsequentem Sonnenschutz.
Viele entscheiden sich im Mai für die Laser-Haarentfernung, wenn die ersten warmen Tage kommen und das tägliche Rasieren wieder lästig wird. Das ist verständlich, aber ungünstig. Eine Serie braucht Monate, und ausgerechnet in der Sonnenzeit wird es kompliziert. Wer umgekehrt denkt und im Herbst anfängt, hat im nächsten Sommer deutlich weniger Arbeit mit den Haaren.
Warum der Zeitpunkt überhaupt eine Rolle spielt
Laser und IPL wirken über das Pigment Melanin. Das Licht soll im dunklen Haar absorbiert werden und dort die Wachstumszellen des Follikels mit Hitze schädigen. Gebräunte Haut enthält aber selbst mehr Melanin und nimmt dann einen Teil der Energie auf. Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt Verbrennungen, Pigmentstörungen und Narben als mögliche Folgen und rät ausdrücklich, sich vor einer Behandlung nicht zu bräunen.
Dazu kommt die Nachsorge. Nach jeder Sitzung sollte die behandelte Haut mindestens zwei Wochen keine direkte Sonne abbekommen. In einem Sommer mit Freibad, Urlaub und kurzen Hosen ist das an Beinen oder Armen kaum durchzuhalten. Im Herbst und Winter fällt es fast von allein leicht.
So lange dauert eine Serie
Der Laser erwischt nur Haare, die gerade wachsen. Ein Teil der Follikel ruht immer, deshalb braucht es mehrere Termine im Abstand von einigen Wochen. Für die Planung reicht eine grobe Rechnung:
| Zone | Sitzungen | Abstand | Dauer der Serie |
|---|---|---|---|
| Achseln, Bikinizone | 6–8 | 4–8 Wochen | ca. 7–12 Monate |
| Beine, Arme | 6–8 | 6–8 Wochen | ca. 9–13 Monate |
| Rücken, Brust | 8–10 | 6–8 Wochen | ca. 12–16 Monate |
| Gesicht | 8–12 | 4–6 Wochen | ca. 8–14 Monate |
Die Spannen sind Erfahrungswerte und hängen von Haarfarbe, Hormonen und Gerät ab. Warum die Abstände je nach Zone unterschiedlich sind, erklären wir in Abstand zwischen den Sitzungen.
Anagen
Wachstumsphase
Das Haar ist fest mit der pigmentreichen Wurzel verbunden: Die Lichtenergie erreicht die Haarwurzel.
Laser wirktKatagen
Übergangsphase
Die Wurzel löst sich und schrumpft. Es kommt nur noch wenig Energie an der Wurzel an.
Laser wirkt kaumTelogen
Ruhephase
Das Haar fällt aus, ein neues bildet sich. Ohne Pigmentverbindung wirkt der Laser nicht.
Laser wirkt nichtDarum braucht es eine Serie: typischerweise 6–10 Sitzungen im Abstand von 4–8 Wochen
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
- 7
- 8
Ein Beispiel: Start im Oktober
Angenommen, Sie lassen die Beine lasern und haben den ersten Termin Mitte Oktober. Bei einem Abstand von etwa sieben Wochen sieht das ungefähr so aus:
- Oktober: erste Sitzung. Nach ein bis drei Wochen fallen die behandelten Haare aus.
- Dezember: zweite Sitzung. Viele merken jetzt schon, dass weniger und langsamer nachwächst.
- Februar: dritte Sitzung.
- April: vierte Sitzung. Die Haut ist noch winterhell, die Bedingungen sind ideal.
- Ende Mai oder Juni: fünfte Sitzung, sofern die Beine noch ungebräunt sind. Sonst verschieben Sie auf den Herbst.
Zur Badesaison ist der Großteil der Haare dann meist verschwunden. Was noch kommt, ist feiner und lässt sich leicht rasieren. Die restlichen Sitzungen folgen im Herbst, und die Serie ist nach gut einem Jahr abgeschlossen.
Was ist, wenn ich erst im Frühjahr anfange?
Dann ist der Sommer kein Hindernis, aber er bremst. Ein Start im Januar oder Februar bringt bis Juni noch drei Sitzungen. Das reicht für eine spürbare Reduktion, aber nicht für das Ergebnis, das viele sich vorstellen. Ab März wird es knapp: Zwei Termine vor dem Sommer, dann eine Pause bis September.
Das ist kein verlorenes Geld. Die Wirkung der ersten Sitzungen bleibt erhalten, auch wenn der nächste Termin erst nach drei Monaten kommt. Die Serie zieht sich nur länger hin. Wer ohnehin Achseln oder Bikinizone behandeln lässt, kann oft auch im Sommer weitermachen, weil diese Zonen selten Sonne sehen.
Lasern im Sommer: unter welchen Bedingungen?
Nicht behandeln lassen sollten Sie eine Zone mit frischer Bräune, nach einem Sonnenbrand oder wenn Sie in den zwei Wochen nach dem Termin in die Sonne fahren. Auch Selbstbräuner muss vorher vollständig abgebaut sein.
Wenn diese Punkte nicht zutreffen, spricht nichts gegen einen Termin im Juli. Wichtig ist dann:
- Sonnenschutz mit LSF 50 an allen behandelten Stellen, die Licht abbekommen, auch an bewölkten Tagen.
- Bei dunklerer oder leicht gebräunter Haut ein Gerät mit längerer Wellenlänge, etwa einen Nd:YAG-Laser, und eher vorsichtige Einstellungen. Mehr dazu unter Nd:YAG-Laser einfach erklärt.
- Ehrlichkeit im Vorgespräch. Sagen Sie, wenn Sie gerade aus dem Urlaub kommen oder einen planen. Eine seriöse Praxis verschiebt dann lieber.
Alle Wartezeiten vor und nach der Sitzung finden Sie gesammelt in Laser und Sonne: Wie lange warten?
Für wen der Herbststart besonders wichtig ist
Für manche ist der Zeitpunkt fast egal, für andere entscheidend:
- Gesicht, Hände, Unterarme, Unterschenkel: Diese Stellen sind im Sommer kaum vor Sonne zu schützen. Hier lohnt es sich am meisten, im Herbst zu beginnen.
- Hauttyp III bis VI: Wer leicht bräunt, hat im Sommer schnell zu viel Pigment in der Haut. Das Risiko für helle oder dunkle Flecken steigt. Mehr dazu in Lasern bei dunkler Haut.
- Achseln und Bikinizone: Hier ist der Zeitpunkt am wenigsten kritisch, solange Sie in den Wochen nach dem Termin nicht im Bikini in der Sonne liegen.
Vor dem ersten Termin: Rechnen Sie aus, wie viele Sitzungen Sie bis zum Sommer schaffen würden, und fragen Sie im Beratungsgespräch, wie die Praxis mit Sommerterminen umgeht. Weitere Fragen, die sich lohnen, finden Sie in unserer Liste 15 Fragen fürs Beratungsgespräch.
Weiterlesen: Wie viele Sitzungen braucht man? · Richtig vorbereiten · Was kostet Lasern wirklich?
Häufige Fragen
Ist der Winter die beste Zeit zum Lasern?
Der Winter selbst nicht unbedingt, aber er liegt mitten in der Serie, wenn Sie im Herbst beginnen. Entscheidend ist, dass die Haut während der Behandlungen ungebräunt ist. Das gelingt zwischen Oktober und März am leichtesten.
Kann man im Sommer mit der Laser-Haarentfernung anfangen?
Ja, wenn die zu behandelnde Zone nicht gebräunt ist und Sie sie konsequent vor Sonne schützen. Achseln und Bikinizone sind dafür besser geeignet als Gesicht, Arme oder Unterschenkel. Viele Anbieter verschieben bei frischer Bräune den Termin.
Bin ich bis zum Sommer haarfrei, wenn ich im Februar anfange?
Haarfrei eher nicht. Bis Juni schaffen Sie an Körperzonen meist 3 Sitzungen. Das Haar wird spürbar weniger und wächst langsamer nach, die Serie ist aber erst zur Hälfte durch.
Muss ich im Sommer eine Pause machen?
Nicht zwingend. Wenn Sie in den Urlaub fahren oder die Zone nicht vor Sonne schützen können, verschieben Sie die Sitzung einfach. Eine längere Pause zwischen zwei Terminen macht die bisherigen Sitzungen nicht wertlos.
Gilt das auch für IPL-Geräte zu Hause?
Ja. Auch Heimgeräte arbeiten mit Licht, das vom Pigment aufgenommen wird. Gebräunte Haut erhöht das Risiko für Verbrennungen und Flecken. Die meisten Geräte verweigern bei dunklerer Haut ohnehin die Auslösung.
